Zentrales Netzwerktreffen in Frankfurt/M.

Zentrales Netzwerktreffen in Frankfurt/M.

Kulturelle Bildung kann Kinder und Jugendliche und Eltern befähigen, sich kreativ mit Kunst und Kultur zu beschäftigen. Sie kann zusätzlich Kinder und Jugendliche zur aktiven und verantwortungsvollen gesellschaftlichen Mitgestaltung ermutigen. Sabine Parker, Kultur- und Theaterpädagogin, zeigte beim Zentralen Netzwerktreffen am 15. April 2015 verschiedene Wege und Methoden auf, wie dies in den Bündnissen vor Ort im Projekt Kulturbotschaft gelingen kann.

Denn in den lokalen Bündnissen vor Ort findet immer eine kreative Beschäftigung mit Kultur und Kunst statt. Diese kreative Beschäftigung, also die Ästhetische Bildung, beinhaltet auch eine sinnliche Wahrnehmung und Erkenntnis- ganz im Sinne der aristotelischen Bedeutung der Ästhetik. Hierbei geht es im Rahmen der Projekte vor Ort um Wahrnehmungen aller Art: lebensweltliche, alltägliche, künstlerische. Diese Wahrnehmung bildet sich bei jedem Einzelnen als Kultur heraus, benötigt also die entsprechende Methodik und Planung im Projekt, um Wahrnehmungsmöglichkeiten für den Einzelnen und die Gruppe zu initiieren. Rezeption, Produktion und Reflexion als Bereiche der ästhetischen Kompetenz markieren gleichermaßen die Aneignungsformen von Kultur, ebenso wie der Mensch in seiner Wahrnehmung rezeptiv und produktiv zugleich ist. 

Methodenvielfalt bestimmte den Ablauf

Die Betrachtung der Wahrnehmung hinsichtlich der Bezüge: Subjektbezug, Sozialbezug und Kunstbezug wurde praktisch über die Wahrnehmungskreise des russ. Theaterregisseurs Stanislawski erfahren. Eine Kleingruppenarbeit als Reflexion der eigenen Arbeit in Bezug auf die Ausrichtung und Gewichtung derselben schloss sich an. Zur nachhaltigen Verankerung fand ein Methodenwechsel von praktischen Anteile, u.a Wahrnehmungsübungen  (auditiv, visuell, mit allen Sinnen) sowie ein Austausch zu den Inhalten, Motiven und Herausforderungen im Projekt statt. Hierbei schlossen sich nach Gesprächen im Plenum Kleingruppenarbeiten an, welche praktisch aufgegriffen wurden. Der Bezug zur eigenen Rolle im Projekt wurde über selbst gewählte Kunstkarten verbalisiert, diesem schloss sich die partizipative Beobachtung einer kleinen Spielszene an, welche einen thematischen Opener für die Herausforderungen im Projekt darstellte. Eine Priorisierung der Herausforderungen fand über die Vergabe von Klebepunkten statt. Additive Herausforderungen wurden schriftlich ergänzt. Diese konnten im späteren Verlauf spielpraktisch im Rahmen einer inkongruenten Szenendarstellung aufgegriffen werden. Ziele respektive Motive der eigenen Arbeit wurden im Rahmen von Standbildern visualisiert. Prinzipien in der Wahrnehmung wurden über Kurzgeschichten (Watzlawick) ergänzt. 

Im Rahmen des Methodenwechsels fanden Kleingruppenarbeiten zu den erfahrenen Inhalten statt. Diese wurden thematisch durch Impulse und Fragestellungen in Bezug zu den Bündnissen vor Ort gesetzt und auf Tonpapier oder szenisch visualisiert. Eine Vorstellung generierter Erfahrungen der Kleingruppenarbeit im Plenum diente als Austausch- auch hinsichtlich der praktischen Umsetzung vor Ort.

Fördermittel für Kultur macht stark für 2015 noch nicht ausgeschöpft!

Natürlich bot das Netzwerktreffen erneut Informationen zu Finanzierung und Belegwesen im Förderprogramm "Kultur macht stark" und den Erfahrungsaustausch im Projekt. In diesem Rahmen erfolgte auch der Hinweis, dass für weitere Projektanträge im Jahr 2015 noch Gelder zur Verfügung stehen. Die nächste Antragsfrist wäre der 6. Juni 2015, somit sind noch Anträge zu Maßnahmen in den Ferien und in der zweiten Jahreshälft 2015 möglich. Für Projekte, die im 1. Halbjahr 2016 geplant sind, gilt die Antragsfrist 18. September 2015.
Gefördert wurde das zentrale Netzwerktreffen aus dem Förderprogramm "Kultur macht stark" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Das nächste Netzwerktreffen findet am 3. Dezember 2015 erneut in Frankfurt/M. statt.


Weitere Fotos und Informationen auch auf der Facebookseite des Projekts

Zentrales Netzwerktreffen:„Kulturelle Bildung - eine Kategorie der Möglichkeiten“

Ästhetische Bildung besitzt, wie die Projekte „Kulturbotschafterinnen und Kulturbotschafter im Sozialraum" zeigen, ein großes Spektrum an Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche zu befähigen, sich kreativ mit Kunst und Kultur zu beschäftigen und in Angeboten kultureller Bildung ebensolche Möglichkeitsräume zu erschließen. Über kulturell-ästhetische Bildung kann die Wahrnehmungsfähigkeit für gestalterisches Handeln entwickelt und zur aktiven und verantwortungsvollen gesellschaftlichen Mitgestaltung ermutigt werden. Doch welche Wahrnehmungsvoraussetzungen liegen dem kulturell-ästhetischen Lernen zugrunde? Welche Bildungs- und Förderbereiche werden für die gesamte Gruppe und den individuellen Teilnehmenden im aktuellen Projekt berücksichtigt? 

Im Rahmen unseres nächsten zentralen Netzwerktreffens am 15. April 2015 im Haus am Dom in Frankfurt/M. wird Kultur- und Theaterpädagogin Sabine Parker gemeinsam mit den Teilnehmenden die Verortung der Kunst in den Projekten kultureller Bildung in ihrer Vielfalt als Voraussetzung gelingender Bildungsprozesse beleuchten. Praktische Anknüpfungspunkte zur eigenen Arbeit in den Projektbündnissen vor Ort werden im geschützten Raum mit Theatermethoden erfahren und reflektiert mit dem Ziel, diese in aktuellen und zukünfitgen Bündnis-Maßnahmen zu berücksichtigen.

Natürlich wird bei diesem Netzwerktreffen erneut über aktuelle Entwicklungen im Projekt informiert und wertvolle Hinweise zum Berichts- und Belegwesen gegeben. Das Netzwerktreffen richtet sich nur an aktive Bündnisse vor Ort. 

Flyer zum Netzwerktreffen
 

Begeisterung bei Kindern, Jugendlichen und Familien

Projekt Kulturbotschaft: zentrales Netzwerktreffen in Frankfurt

Positive Rückmeldungen gab es beim zentralen Netzwerktreffen im Projekt „Kulturbotschafterinnen und Kulturbotschafter im Sozialraum - Kultur und Medien im Alltag“ aus den lokalen Bündnissen. Die Begeisterung bei den Kindern und den Jugendlichen über die angebotenen Maßnahmen sei groß und springe auch auf die Familienangehörigen über. Im Gegensatz zu den Erfahrungen in anderen Projekten erfahren die Bündnisse eine große Dankbarkeit bei den beteiligten Personen. Auch Vorurteile werden durch die Kooperationen vor Ort abgebaut: Vorurteile gegen Behinderte, geben Migrant/-innen, gegen Schüler/-innen aus Hauptschulen und Gymnasien sowie gegen Bewohner einzelner Stadtteile.

„Wir sind beeindruckt von der Vielfalt der positiven Effekte vor Ort und den Produkten der einzelnen Bündnisse, die in Filmen, Zeitungen, Fotos und anderen Publikationen sichtbar werden“, kommentierte Lothar Harles, AKSB-Geschäftsführer und Leiter des Projektes am Ende des Netzwerktreffens. Einen Wermutstrophen gibt es doch: Alle anwesenden Vertreter/-innen der Bündnisse sprachen den hohen Verwaltungsaufwand und fehlende Personalressourcen an. Dies müsse durch starkes zusätzliches ehrenamtliches Engagement kompensiert werden.


Gefördert wird das Projekt von AKSB, familienbildung deutschland und KEB Deutschland e.V.,aus dem Programm „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Für das Jahr 2015 sind in diesem Projekt noch Fördermittel für weitere Anträge vorhanden.

Projekt Kulturbotschaft: Netzwerktreffen und Jurysitzung

Am 11. Juni 2014 trafen sich die Mitglieder der aktuellen Bündnisse vor Ort zu einem erneuten zentralen Netzwerktreffen in Frankfurt, zu dem das Trägerkonsortium von AKSB, familienbildung deutschland und KEB Deutschland e.V. eingeladen hatte. Im Mittelpunkt stand vor allen Dingen der fachliche Austausch über die laufenden Projekte der lokalen Bündnisse.

Am 16. Juni 2014 beriet die Jury im Projekt Kulturbotschaft über die eingegangenen Anträge. Zehn neue Projekte wurden bewilligt.

Die nächsten Antragsfristen sind am:

  • 15.9.2014 (Antragsfrist für die erste Hälfte des Jahres 2015)
  • 30.3.2015 (Antragsfrist für die zweite Hälfte des Jahres 2015)

Anträge sind online zu stellen unter: https://foerderung.buendnisse-fuer-bildung.de

Zentrale Fachtagung zum Projektmanagement

Kompetenzen für ein erfolgreiches Projektmanagement vermittelt

Für das Projekt "Kulturbotschafterinnen und Kulturbotschafter im Sozialraum - Kultur und Medien im Alltag" ist ein wirksames und erfolgreiches Projektmanagement bei den Bündnissen vor Ort entscheidend für den Erfolg. Aus diesem Grund hatte das Trägerkonsortium aus AKSB, familienbildung deutschland und KEB Deutschland e.V. die beteiligten Projektbündnisse vor Ort zu einer Fachtagung nach Bonn eingeladen, bei der Michael Germayer, Organisationsberater und Lehrtrainer für Fragen des Managements sozialer Organisationen aus München, unterschiedliche Kompetenzen für ein praxistaugliches Projektmanagement vermittelte. Anhand der eigenen Projektansätze im Projekt "Kulturbotschaft" setzten die Teilnehmenden die Theorieinputs zu Projektauftrag, Projektstruktur, Zeitplan, Projektdurchführung, Controlling und Projektdokumentation direkt in die Praxis um. Dieser methodische Ansatz fand bei den Teilnehmenden großen Anklang: Viele der praktischen Anregungen und Instrumente des Projektmanagements werden nun bei der Projektdurchführung vor Ort zur Anwendung kommen und motivieren zusätzlich für eine weitere Mitwirkung im Projekt "Kulturbotschaft".

Gefördert wird die Fachtagung aus dem Förderprogramm "Kultur macht stark" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.